Beiträge von Merkor

    Ich kann nicht sagen, ob BMW die Motoren selbst baut. Für dieses Budget-Modell halte ich das für unwahrscheinlich. Ein Betroffener berichtete mir zusätzlich, dass sein Auto von BMW sowie dem Hersteller des Motors probegefahren wurde.


    Ich habe bereits Fälle gefunden, in denen letztes Jahr schon Motoren getauscht wurden. Das Problem sollte bei BMW hinlänglich bekannt sein, vielleicht nicht gut dokumentiert. Es sind übrigens auch neue Produktionen betroffen. Mein Händler bekam vor ein paar Wochen ein Neufahrzeug geliefert und wollte dies eigentlich als Referenz heranziehen und ist das Auto gefahren. Pustekuchen.


    Offenbar ist die Schmerzgrenze der BMW Fahrer auch für mich unverständlich hoch. Ich bin bisher keinen iX1 gefahren, der nicht in irgendeiner Form im Lenkrad vibriert hat. Am Anfang meiner Reklamation im Frühjahr wollte der Händler das Problem zunächst an seinem Vorführer lösen und BMW meinte, dies sei mit einem Wuchten/Huntern der Radsätze erledigt. Das Auto vibrierte noch schlimmer als meiner und das Fahrzeug wurde verkauft, ohne dass sich je jemand beschwert hätte. Auch mein iX1 Leihwagen war nicht ruhig, besser, aber nicht akzeptabel. Die Dunkelziffer der betroffenen Fahrzeuge muss immens sein.


    Mein Motor wurde ja bereits zuvor einmal getauscht, ohne Besserung. Im Teiledienst liegen also auch die Vibratoren. Offenbar müssen die Motoren gezielt auf die Vibration getestet werden. Nur so erklärt es sich, dass mindestens zwei meiner Kontakte noch 1-2 Wochen auf den Tausch des bereits als Ersatzteil vorliegenden Motors warten mussten, weil man noch Bestätigungen einholen musste. Eine Qualitätskontrolle auf Vibration im Werk (bei BMW oder Motorenhersteller) scheint es nicht zu geben. Und mein Auto stand nicht umsonst 11 Wochen in Regensburg.


    Ich selbst würde in Anbetracht dieser Odyssee keine Neubestellung erwägen und rate auch dazu, nur Autos zu kaufen, die man zuvor auf Herz und Nieren testen kann. Wenn einen dann die elektrische Zahnbürste im Lenkrad nicht stört, ist man entweder abgestumpft, hat Hornhaut an den Händen oder ist nahe der Glückselig- oder Gleichgültigkeit.

    Am Freitag wurde das Auto übergeben, nachdem es über drei Monate bei BMW war, davon den Großteil in der Fabrik in Regensburg. Ich bin Landstraße und Autobahn gefahren. Bei um 80 km/h ist die gefühlte Vibration im Lenkrad im Vergleich zu vorher kein Vergleich. Bei Autobahntempo muss ich noch länger testen. Ich kann noch nicht einschätzen, ob ich hier eher das Straßenfeedback spüre oder tatsächlich eine Vibration spürbar ist. Es kann sich theoretisch auch um einen Standplatten handeln, weil das Auto nun ein paar Tage fast nicht bewegt wurde und der Reifendruck nur bei 2,3 bar lag.


    Was wurde gemacht? Das Auto wurde intensiv untersucht (der Delegierte war insgesamt 3x in Regensburg zur Begleitung) und hat damit allgemein Erkenntnisse für die weitere Vorgehensweise in anderen Fällen gebracht (und natürlich für die Gewährleistung gegenüber dem Motorenhersteller). Denn am Ende lief es auf einen erneuten Tausch des hinteren Motors hinaus (einmal erfolglos war dies bei mir schon). Es gibt offenbar Seriennummernbereiche, die mehr oder weniger von Vibrationen betroffen sind. Was in den Motoren vibriert, wisse man noch nicht. Das wird wohl immer noch untersucht. Die Reifen wurden gehuntert und statt den zum Test aufgezogenen Hankook habe ich nun wieder Continental (das hatte ich eingefordert). Es wurde auch der vordere Motor getauscht. Das habe man sich aber sparen können, weil tatsächlich der hintere Motor derart in das Fahrzeug vibriert hat, dass man dessen Vibrationen auf dem Prüfstand auch im vorderen Motor messen konnte und der angebrachte Sensor angeschlagen hat. Ich kann nicht genauso sagen, ob das Auto auch eine Spur-/Sturz-/Fahrwerkseinstellung erfahren hat. Ich vermute das aber.


    Ich selbst werde die Angelegenheit nun beobachten, bevor ich den Tag vor dem Abend lobe.

    Danke für den Bericht, blöde Geschichte, viel Erfolg für den iX! "Lenkungsdämpfer" klingt interessant.


    Mein Auto ist nun seit 8 Wochen bei BMW, davon ungefähr vier im Werk in Regensburg. Nächste Woche geht es in die fünfte. Ich habe nichts gehört und kann das Auto auch nicht tracken, da die Datenübertragung deaktiviert wurde. Ich glaube nicht mehr so richtig an eine Lösung und stelle mich auf Rücktritt vom Kaufvertrag ein. Ich habe noch keinen blassen Schimmer, was dann als nächstes Auto kommt. Ein BMW wohl nicht mehr...

    Mein Auto soll nun zur weiteren Untersuchung ins Werk nach Regensburg eingeliefert werden. Bis zur nächsten Erkenntnis wird es dann wohl Wochen/Monate dauern.


    Ich vermute, dass der Reklamationsdruck so hoch wurde, dass man sich nun doch mal bequemen muss, so ein Auto unter die Lupe zu nehmen. Und mein Auto schafft vielleicht den Präzedenzfall, der hoffentlich allen Betroffenen hilft. Letztere finden sich allerdings offenbar nicht in diesem Forum, dafür anderswo um so zahlreicher.

    Heute durfte ich den Wagen Probe fahren nach all den folgenden Änderungen:


    - hintere Antriebseinheit getauscht

    - Continental Reifen ersetzt durch Hankook Ventus S1 evo3

    - hintere Antriebswellen getauscht

    - Vibrationsdämpfer an den frontseitigen Stroßdämpfern verbaut


    Es ist weder in Intensität noch Vibrationsmuster eine Änderung erkennbar, auch wenn der Serviceleiter diese so gern herbeigeredet hätte.


    Unangenehmer Nebeneffekt: Die Abrollgeräusche der Reifen sind deutlich lauter im Innenraum zu hören als noch bei den Continental. Der Test beim ADAC bestätigt diese Beobachtung, die ich davon unabhängig getroffen habe, weil ich den genauen Reifentyp bisher nicht kannte.


    Das Ergebnis wird nun an BMW zurückgemeldet. Ausgang offen. Es ist einfach nur noch frustrierend...

    Update:


    Die neuen Hankook Reifen machen auch keinen Unterschied. Jetzt werden die Antriebswellen hinten getauscht. Das hat schon bei anderen nichts gebracht. Salamitaktik…


    Mir ist auch nicht klar, warum man sich bei ausgewiesenen Vibrationen im Lenkrad immer nur an der Hinterachse zu schaffen macht.

    Danke an die Moderation fürs Aufräumen!


    Update von mir: Werkstatt hat den 19" Reifensatz (M Sport Pro Felge mit Pirelli PZero Reifen) eines iX2 getestet (M Sport Pro mit größerer Bremse). Vibrationen gegenüber meinem 18" mit Continental gingen wohl nicht wirklich zurück. Der iX2 läuft angeblich smooth mit dem Set. Ich bin dieses Auto aber nicht selbst gefahren, um dies beurteilen zu können.


    Es wurde dann der hintere Motor getauscht (nicht die Antriebswellen) und wieder mit meinen eigenen 18" Felgen eine Probefahrt unternommen. Kurz: Hätte man sich wohl sparen können. 5000 Euro Listenpreis in den Wind geschossen.


    Eigentlich sollten meine 18" Continental Reifen im gleichen Zuge auf Hankook gewechselt werden, die Reifen kamen diese Woche aber nicht mehr an. Meine Erwartungen, dass dies irgendetwas nützt, sind extrem niedrig. Mein Winterradsatz mit Pirelli (mit dem gleichen M Sport 18" Alufelgenmodell) zeigt schließlich ein identisches Vibrationsmuster in Ausformung und Intensität.


    München hat sich noch nicht zu weiteren möglichen Schritten geäußert.


    Bei Tom aus diesem Thread soll in einer guten Woche die gleiche Behandlung durchgeführt werden soll (Motortausch hinten und Hankook Reifen).


    Ein Fahrer aus den Niederlanden hat bei seinem iX1 20er Reifen-, Felgen-, Frontmotor- und Antriebswellentausch hinter sich. Keine Veränderung.


    Währenddessen hat der Händler ein Neufahrzeug (iX1) aus aktueller Produktion gefahren: Identische Vibrationen bei um 80 km/h.


    Leute, BMW hat offenbar keine Ahnung, woran es liegt. Ich verstehe nicht, warum man eines der betroffenen Autos nicht auf einen Vibrationsprüfstand stellt, 20 Sensoren anbastelt und die Ursache findet, bevor man bei betroffenen Nutzern auf gut Glück Teile für fünfstellige Summen tauscht.


    Ich rate weiterhin dringend vom Kauf ab, wenn nicht vorher ausgiebig Probegefahren werden kann!

    Kurzes Update, damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät:


    Ich habe nun mittlerweile die Fahrt mit dem technischen Delegierten hinter mir. Beanstandung konnte nachvollzogen werden. Er wusste genau, wonach er Ausschau halten musste und hat mit einer iPhone App die Vibrationen an unterschiedlichen Stellen im Wagen gemessen. Er bemerkte auch eine Vibration im Hintersitz und der Armlehne. Der Wagen kam auf Bühne und es wurden alle relevanten Teile und Seriennummern abfotografiert. Eigentlich müsste man denken, dass diese Dinge alle mit der Fahrgestellnummer identifiziert werden können müssten, auch zur Diagnose/Analyse im Vorweg eines Termins.


    Die (vorläufige) Diagnose war, dass der hintere Motor (evtl. inkl. der Antriebswellen) gewechselt werden sollte. Ich hörte heraus, dass bei diesem Bauteil bestimmte Seriennummern-Chargen von Vibrationen außerhalb der Toleranz betroffen sind. Diese übertragen sich dann über das (ebenfalls vibrierende) Chassis bis hin in das Lenkrad. Zwei Tage später kam die Nachricht, dass mein Motor nun doch nicht in den bekannten betroffenen Seriennummern-Bereich fallen soll. Nun sind die Reparaturschritte wieder offen und der Delegierte steht mit München in Kontakt bzgl. der nächsten Schritte.


    Fazit 1: Insbesondere diejenigen unter euch, deren Auto bei um 100 km/h (95-105) vibriert und schüttelt (maßgeblich auch fernab des Lenkrads), können mit einem Motortausch auf Abhilfe hoffen und sollten die Angelegenheit unbedingt beim Händler immer weiter eskalieren. Das ist einfach nicht tragbar. Bei TomRW ist dies tatsächlich auch der Fall und dort wird der Motortausch in den kommenden Wochen durchgezogen. Ich hoffe, er wird dann bzgl. Erfolg/Misserfolg berichten. In einem Fall in Australien konnte durch Tausch beider Motoren und aller Antriebswellen das Problem gelöst werden, NICHT jedoch die Lenkrad-Vibration bei um 80 km/h.


    Vorläufiges Fazit 2: Steht die Lenkrad-Vibration bei um 80 km/h (bei mir im Peak um 82-83) im Vordergrund, muss es noch mindestens eine weitere Erklärung geben, wenn es tatsächlich die Radsätze (Ausschluss durch Wuchten/Huntern nach allen Regeln der Kunst) und die Motoren nicht ausschlaggebend sind.


    Ich werde weiterhin alle Möglichkeiten ausschöpfen, die Angelegenheit zu meiner vollsten Zufriedenheit abzuschließen. Der nächste Werkstattaufenthalt findet in drei Wochen statt, vorausgesetzt, BMW hat bis dahin einen Plan, wie nun weiter zu verfahren ist.


    Mich schrieb ein niederländischer Fahrer mit einer 20er nur mit Frontmotor an, der gerade erst sein Auto erhalten hat (Produktion Juni 2024). Er klagt über Vibrationen im Lenkrad und auch im Sitz.


    Fazit 3: Mit dieser Leichtbau-Seifenkiste stimmt etwas nicht und man scheint dies auch in aktuellen Produktionschargen nicht in den Griff zu bekommen. Ich rate daher weiterhin von der Anschaffung dieses Autos ab (wenn nicht zuvor eine ausgiebige Probefahrt unternommen werden kann), bis die Ursache eindeutig identifiziert und gelöst ist. Meine Beanstandung läuft seit März 2024. Der Weg ist lang...

    Danke für deine Meldung!


    Was wurde denn seitens des BMW Händlers unternommen, bis diese Aussage "Stand der Technik" getroffen wurde? Wurde ein Ticket bei BMW München eröffnet und/oder der technische Delegierte aktiviert?


    Was wurde als Ursache für die Vibrationen genannt, wenn es die Räder nicht sein können?


    Wie sehen nun deine nächsten Schritte aus?

    Hat man nach dem Wuchten der Räder keine Vergleichsmessung gemacht?

    Dann hätte man ja schwarz auf weiß sehen können, was es gebracht hat. Oder eben nicht.

    Das verstehe ich unter einer systematischen Vorgehensweise.

    Die Hunter-Wuchtmaschine steht in einer anderen Niederlassung des Händlers. Das konnte erst einen Tag später gemacht werden. Da war der technische Delegierte bereits wieder weg. Nun muss wieder der Kommunikationsweg gesucht werden.


    Für mich ist nach dieser Aktion aber klar: Es muss noch mindestens eine andere Vibrationsquelle neben den Radsätzen geben.